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Hallo,
leider ist die Zeit nun auch schon wieder vorbei und wir sind zurück in Deutschland. Hinter uns liegt eine interessante und schöne Fahrt mit der AIDAblu und 3 Tage Erholung auf Teneriffa. Auf der AIDA wird fast rund um die Uhr Programm geboten - wir kamen regelrecht in Stress um alles was uns gefiel zu nutzen. Das interessanteste jedoch waren natürlich die Landgänge.
Die Reise begann mit einer Überraschung. Beim Einchecken in Hamburg stand vor mir in der Reihe für Deck 9 - mein Ausbilder! Nicht nur, dass er überhaupt die gleiche Fahrt buchte - nein, er war auch noch auf dem gleichen Deck und nur ein paar Kabinen entfernt von uns. So sahen wir uns nach nun fast 10 Jahren wieder - kaum zu glauben!
Das Auslaufen aus Hamburg war leider etwas verregnet und stürmisch, dennoch blieben wir auf dem Oberdeck um das Schauspiel zu erleben. Nachts um 2 erreichten wir dann endlich die Nordsee.
Der Tag darauf war ein Seetag, leider war es aber noch zu kalt um es sich auf dem Sonnendeck gemütlich machen zu können. Pflicht war allerdings die Seenotrettungsübung, an der wir teilnehmen mussten. Die folgende Nacht war einer der stürmischsten der ganzen Fahrt - denn es ging durch den Ärmelkanal. Und der Kapitän fuhr quer zur Dünung. Das Bordhospital war am Morgen sehr überlaufen ... Ich jedoch hatte Glück und wurde nicht seekrank.
Am 3. Tag erreichten wir Le Havre in der Normandie. Keine wirklich schöne Stadt, aber das Umland bietet dafür um so mehr. Wir buchten über AIDA einen Ausflug in die beiden Städtchen Fecamp und Etretat. Beides haben wir bereits 1998 gesehen aber es gefiel uns ganz gut. In Etretat hat es eine schöne Steilküste aus Kalksandstein, die es sich anzusehen lohnt.
Es folgte wieder ein Seetag, an dem die Sonne schien und wir uns in Wolldecken eingemummelt auf die Liegen legen konnten.
Dann erreichten wir Vigo in Nordspanien (Galizien). Die Stadt erkundeten wir zu Fuss. Es war der erste Tag an dem wir unsere kurzen Klamotten zücken konnten!
Tags drauf liefen wir in Lissabon ein. Hier blieben wir sogar über Nacht im Hafen liegen, so dass dies die erste Nacht war, die mal nicht von Schaukelei geplagt war und meine erste Nacht, in der ich mal schlafen konnte!
Lissabon ist eine schöne Stadt und mir gefiel dort vor allem die "Electrico". Die alte Strassenbahn von Lissabon, die es immer noch gibt, und ratternd durch die Stadt fährt - ein Erlebnis! Jedem bekannt dürfte die Brücke von Lissabon sein, die der Golden Gate Bridge von San Francisco ähnelt. Wir sind mit der AIDA drunter durch gefahren. Man hört dann ein interessantes Geräusch - es klingt als ob man sich in einem riesigen Bienenschwarm befindet! Natürlich erkundeten wir die Stadt. Erst zu Fuss, und dann mit einem Standrundfahrtbus. Auf einem kleinen Berg in Lissabon thront die Burg "Castelo de Sao Jorge", auf der wir Abends waren und einen fantastischen Sonnenuntergang über Lissabon sehen konnten. Apropos Sonne. Am nächsten Morgen wunderten wir uns, dass es so kalt war, obwohl die Sonne scheinbar mit voller Kraft schien. Dem war aber nicht so. Wir hatten nicht an die Sonnenfinsternis gedacht. Erst als uns die Leute mit den SoFi-Brillen begegneten, dämmerte uns was, und wir verstanden, warum es nicht warm wurde.
Am nächsten Morgen liefen wir Cadiz an. Liegt in Südspanien/Andalusien. Wir buchten einen Ausflug über AIDA, welcher uns erst in die Altstadt von Cadiz führte und danach zur Sandeman Bodega in Jerez de la Fronterra. Dort durften wir einige Gläser verschiedener Sherrysorten probieren und dazu gab es Tapas. Danach gings uns dann richtig gut! *hicks* Nachdem wir wieder am Schiff waren zogen wir nochmals los in die Altstadt von Cadiz.
Es lag wieder ein Seetag vor uns, an dem wir es schafften auf dem Sonnendeck ein paar Liegen zu ergattern und genossen den Tag auf Deck 12 mit Cocktails, Kuchen, Eis uva Leckereien.
Nun folgte ein Ziel auf das ich mich besonders freute, ab gesehen von Lissabon: die Insel Madeira. Wir legten gegen 8 Uhr in Funchal an und gingen recht zügig von Bord, denn wir hatten leider nur 5 Stunden Zeit. Etwas schade, aber wir haben alles gesehen, was wir sehen wollten, dank eines Taxifahrers der sich uns anbot und uns zu den schönsten Ausblicken auf Madeira brachte. Ein "Muss" auf Madeira ist das Korbschlittenfahren. Zwei Männer steuern den Schlitten mit Seilen, während es in rasanter Fahrt den Berg hinab geht. Ein Erlebnis!
Nach einem halben Seetag erreichten wir dann am nächsten Morgen die Insel Teneriffa. Wir hatten einen Leihwagen bestellt und holten diesen dann am Hafen ab. Damit fuhren wir in unser Hotel, ca. 30 km von der Anlegestelle und Hauptstadt Santa Cruz entfernt - in Puerto de la Cruz gelegen. Das Hotel war auch sehr schön und wir hatten sogar das Glück Superior Zimmer zu erhalten. Recht geräumige Zimmer also und mit einem riesen Balkon ausgestattet, mit Blick auf den Pico del Teide, der Vulkan von Teneriffa und gleichsam grösster Berg Spaniens. Aber es gibt rund um den Teide noch andere Dinge zu sehen, so z.B. den "Roque Chinchado". Überhaupt ist die ganze Landschaft rund um den Teide sehr schön, bunt uva bizzar.
Am Montag fuhren wir dann recht früh Richtung Flughafen. Weit kamen wir aber nicht. Es lag eine Strecke von etwas über 100 km vor uns, und: 14 km Stau vor Santa Cruz! Wir hatten natürlich genügend Puffer eingebaut, aber wir kamen erst um kurz nach 10 am Flughafen an. Um 11 Uhr ging der Flieger. Ich checkte ein, erhielt aber aus Sicherheitsgründen Thomas Bordkarte nicht. Diese musste er sich selbst am Schalter abholen. Er aber stand nun am anderen Ende des Flughafens beim Autovermieter und wollte das Auto abgeben. Irgendwann kam Thomas zu mir mit dem Hinweis, ich müsse das Auto abgeben, bzw. er bekommt die Kaution nicht zurück, da das Auto auf meinen Namen angemietet war. Nun flitze ich also ans andere Ende um den Schlüssel abzugeben und die Kaution zu erhalten. Thomas holte sich derweil seine Bordkarte. Es war nun kurz nach halb elf, bis wir ans Gate kamen. Kurz noch ein Gang zur Toilette - und just in diesem Moment wurde unser Flug aufgerufen. Gerade noch so geschafft (natürlich hatten wir als letzte Passagiere eingecheckt ...) Gegen Abend landeten wir mit einer Zwischenlandung auf Gran Canaria (welches unser nächstes Urlaubsziel sein wird im Februar - schon alles gebucht) in Frankfurt.
Alles in allem ein toller Urlaub, und mal was ganz anderes. Bestimmt werden wir mal irgendwann wieder mit einer der 4 AIDAs fahren.
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