Palme
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Sardinien

 

Im September 2009 waren wir für eine Woche auf der italienischen Mittelmeerinsel.

Wir haben uns für das Hotel Marinedda entschieden, welches das beliebteste sardische Hotel zu sein scheint. Es liegt in einer malerischen und traumhaften Bucht.

Zimmer Hotel La Marinedda Sardinien Hotel La Marinedda Sardinien (4)

Unser Zimmer und rechts der Blick von meinem Bett aus aufs Meer.

Landkarte Terrasse Hotel La Marinedda Sardinien

Ich studiere die Landkarte auf meinem Bett während Thomas sich auf der Terrasse ausruht.

Hotel La Marinedda Sardinien

Der Süßwasserpool unseres Hotels.

Hotel La Marinedda Sardinien (3)
La Marinedda

Blick auf die Bucht vom Hauptgebäude aus.

Schoene Buchten Sardinien (2)
Schoene Buchten Sardinien (3)

Schöne Buchten gibt es auf ganz Sardinien.

Schoene Buchten Sardinien
Schoene Buchten Sardinien (1)
Capo Testa Bucht
Costa Smeralda Cost Smeralda Sardinien

Und schöne Strände dazu.

Capo del Falcone Capo del Falcone Sardinien
Blick auf Palau

Capo D´Orso.

Capo dOrso
Capo dOrso Sardinien
Castelsardo Castelsardo Sardinien

Castelsardo

Sardinien Elefant

L´Elefante.

L´Elefante Elefant Sardinien
Grotta di Nettuno Palau Fort
Hochplateau Sardinien Sardinien Hochplateau
Palmen Alghero Fiat Grande Punto
Sardinien von oben Costa Smeralda von oben

Sardinien von oben.

pfeil-top

Mein Reisebericht des Urlaubs auf der sardischen Insel::

Nu ist er rum – der letzte Urlaub des Jahres. Eine Woche Mittelmeer, bestes Essen, viele Berge und Kurven liegen nun hinter uns, zudem 1000 km Autofahrt auf der 2.groessten Mittelmeerinsel.

Nach einem gemuetlichen Nachmittag zu Hause gings dann per Bus zum Flughafen, gaben unsere Koffer ab, suchten ein Restaurant auf um uns zu staerken und gingen dann durch die Sicherheitskontrollen. Toll, bei mir piepte es mal wieder. *nerv* Noch nerviger fand ich die Tatsache dass der zustaendige Sicherheitsbeauftragte der Meinung war, er muesse mich in der Box vergammeln lassen, denn jedes Mal wenn eine weitere Frau den Kasten zum piepsen brachte, wurde diese vor mir genauer „untersucht“. Irgendwann wurds mir zu bloed und ich beschwerte mich, endlich konnte ich dann auch weiter gehen zu meinem Gate. So ein Depp. Dafuer lief dann wenigstens der Flug reibungslos ab, und wir landeten puenktlich in Olbia. Also ab zum Mietwagenschalter und das vorgebuchte Auto abgeholt. Wir konnten uns sogar entscheiden, ob es ein Ford Fiesta oder ein Fiat Grande Punto sein sollte. Na wenn wir schon in Italien sind, dann sollte es natuerlich ein Fiat sein. ;-) Die Koffer passten grad so in den Kofferraum, aber vorne gabs massig Platz. Wunderbar. Weniger wunderbar war dann die Fahrt bis zum Hotel. Ca. 80 km entfernt lag dieses vom Flughafen. Dummerweise gab es dorthin keine gut ausgebaute Strecke, nur kurvige Landstrasse. So brauchten wir etwas ueber 1,5 h um ins Hotel zu kommen, eine weitere viertel Stunde um das Hotel zu finden, denn unser Navi war mal wieder anderer Meinung, wo sich unsere Schlafstaette befindet. Drei mal am Hotel vorbeigefahren, einmal oben, einmal unten und einmal seitlich, und es nicht bemerkt. War aber auch schlecht ausgeleuchtet. Tagsueber waers wohl kein Problem gewesen. Leicht genervt kamen wir an der Rezeption an. Wir erhielten unser Zimmer und zudem noch den Hinweis, dass ein Snack fuer uns bereit steht, schliesslich haben wir es ja zum Abendessen nicht geschafft. Also flugs aufs Zimmer, die Koffer abgestellt und zum Restaurant. Immerhin bestand der „Snack“ aus drei Gaengen, und es schmeckte koestlich! Wein und Wasser gabs auch noch. Nun waren wir aber ziemlich muede, schliesslich wars schon nachts um eins, so dass wir unsere Betten aufsuchten.

Der erste richtige Urlaubstag fing natuerlich mit einem Fruehstueck an, und hier konnten wir schon ahnen wie gut das Abendessen sein wird. Sehr lecker, vor allem die puddinggefuellten Croissants haben es mir angetan. Wir beschlossen den Urlaub langsam anzugehen und suchten uns ein nicht weit entferntes Ziel aus fuer unseren ersten Ausflug auf der Insel. So sollte es Castelsardo sein, knapp 30 km entfernt. Bei den kurvigen Strassen allerdings schon eine laengere Fahrt als gedacht, aber das Ziel hat sich gelohnt. Ein pittoreskes Doerfchen mit bunten Haeusern und einer Festung. Zuvor jedoch sahen wir ein Schild „Elefante“, blitzschnell erinnerten wir uns: das ist ein Fels der aussieht wie ein Elefant, und den sollte man sich anschauen. Das taten wir auch. Schon lustig, was die Natur manchmal so bildet. Nach diesen beiden Sightseeingpunkten, und vorherigen Wasservorrat kaufen, fuhren wir zurueck zum Hotel. Auf dem Weg lag ein nettes Cafe, hier kehrten wir kurz ein, bevor wir uns im Hotel umzogen und ans Meer gingen zum Hotelstrand. Dabei hatten wir unsere Schnorchelausruestung und wir stuerzten uns ins kalte Nass. Zwei Fischschwaerme, eine Seegurke und eine riesige Qualle war die Ausbeute unserer Sichtung unter Wasser, nicht viel, aber immerhin. Dann wurde es auch schon Zeit fuers Duschen und Essen gehen. Das Essen – wie erwartet – ein Traum! Wer die richtige italienische Kueche kennt und liebt weiss wovon ich rede … Hier dreht es sich nicht um die Hauptspeisen, sondern eher um die Vorspeisen. Ich haette mich reinsetzen koennen … Thomas dafuer zusaetzlich in das Nachspeisenbueffet. Dann folgte unser obligatorischer Verdauungsspaziergang, in diesem Falle runter zum Strand, einmal quer durch die Hotelanlage. Den Abend liessen wir auf unserer Terrasse mit einem Glas Ramazotti ausklingen.

Am naechsten Tag sollte es schon ein bisschen mehr sein – an Wegstrecke. Somit hiess das Ziel: oestliche Nordkueste. Als erstes steuerten wir Santa Teresa an. Von hier hatte man einen schoenen Blick auf die Insel Korsika, welche nur ein paar Kilometer noerdlich liegt. Dann gings weiter nach Palau, ein bekannter Touristenort auf Sardinien, uns gefiel er jedoch ueberhaupt nicht, auch wenn man schoen auf die vorgelagerte Naturschutzinselgruppe „La Maddelena“ schauen konnte. Fuer eine Ueberfahrt war es leider schon zu spaet. Also zogen wir weiter zum Capo d´Orso. Das ist ein Felsen, der aussehen soll wie ein Baer, uebersetzt heisst Capo d´Orso Baerenfelsen, jedoch schaffte meine Phantasie es nicht in diesem Stueck Stein einen Baeren zu erkennen. Das aenderte aber nichts an der Tatsache den Felsen zu beklettern und die Aussicht auf die Bucht zu geniessen. Nach einiger Kraxelei traten wir den Heimweg mit einem kleinen Umweg an. Der Umweg fuehrte uns zur Costa Paradiso unweit unseres Hotels. Hier entdeckten wir eine tolle Bucht, in der wir schnorchel koennen. Wir suchten wieder das Cafe vom Vortag auf und weiter gings dann zum Hotel um das leckere Essen geniessen zu koennen.

Wir ueberlegten uns eine kurze Strecke fuer unseren taeglichen Ausflug. So waehlten wir Tempio aus, eine Stadt im Inselinneren. Mitten im Zentrum fanden wir einen Parkplatz. Ich lass das Schild, auf dem stand, man koenne zwei Stunden parken. Was ich allerdings nicht verstand, warum unten noch mals Preise angegeben waeren. Dabei stand aber was von Feiertagen. Komisch dachte ich mir, wieso kostet das Parken an Feiertagen, und sonst nichts? Da kann doch was nicht stimmen. Da ich aber keinen Parkscheinautomaten sah, stellten wir nur unsere Parkscheibe ein und gingen in der Stadt umher. Sonderlich anschaulich war sie nicht, so kamen wir recht schnell zum Auto zurueck. In Sichtweite des Autos stand eine Parkbank, hier liessen wir uns nieder. Hinter unserem Auto parkte die Polizei, und der Polizist lief langsam um unser Auto herum. Schlussendlich stand er am Kofferraum und zueckte seinen Schreibblock. Oha! Ich ahnte boeses, also sprangen wir auf, und begruessten den Polizisten ganz freundlich. Er fragte ob dies unser Auto waere, was ich bejahte. Er erklaerte, dass wir fuer das Parken zu zahlen haben. Ich sagte, auf dem Schild steht doch was von 2 Stunden. Jaja, aber kostenpflichtig. Aeh, ahja … er erklaerte weiterhin, wo man die Parktickets kaufen kann (im Laden schraeg gegenueber), da wir aber mit unserer Besichtigung eh durch waren, fuhren wir lieber weiter. Leider konnte ich den Polizisten nicht ueber die genaue Bedeutung des Schildes befragen, da hierzu meine Italienisch Kenntnisse nicht ausreichten, er sprach leider kein Englisch oder Deutsch. Wie auch immer, um Haaresbreite um ein Parkvergehen drumherum gekommen. ;-) Nun fuhren wir einmal um den Ort herum um einen Supermarkt zu finden, die Wasservorraete gingen uns bereits aus. Irgendwann gelang uns das endlich, und mit unseren Eroberungen fuhren wir zurueck ins Hotel, schnappten uns die Schnorchelausruestung und fuhren zur Costa Paradiso, eben jene Bucht, welche wir am Vortag zum Schnorcheln anschauten. Diesmal gings aber ins bzw. unters Wasser. Ich haette ja nicht gedacht dass man als Schnorchler die Orientierung verlieren kann, aber trotzdem war dem so, und wir fanden vom Wasser aus nicht mehr die Stelle an die wir einstiegen. Da es langsam doch etwas kuehl wurde im Wasser stiegen wir irgendwo aus – Hauptsache raus. Nun hatte ich auch wieder die Orientierung, wusste wohin wir laufen mussten. Der einzige Nachteil: Ohne Schuhe *autsch* Und mit Flossen an Land voran kommen – najaaaaaaa …. ;-) Einige Schmerzstellen weiter erreichten wir unsere Handtuecher in der Einstiegsbucht. Wir tankten Sonne zum Aufwaermen und stiegen wieder ins Wasser, diesmal aber so wie wir es als Taucher gelernt hatten, naemlich mit Einpraegen markanter Stellen unter Wasser, und so kamen wir bei der zweiten Schnorchelrunde auch wieder an jener Stelle an Land, an der wir eingestiegen sind. Langsam wurds dann auch Zeit den Heimweg anzutreten, das Essen im Hotel wartete auf uns.

Nun stand wieder ein laengerer Ausflug auf dem Programm – wir wollten zur Westkueste, nach Alghero. Wir kaempften uns durch die Berge und kamen irgendwann endlich an. Die Stadt ist schoen anzuschauen, liegt sie doch auch direkt am Meer. Nach ausgiebiger Betrachtung fuhren wir an eine Landzunge, das Capo Caccia. Hier boten sich auch tolle Blicke aufs Meer und die Natur. Danach ging unsere Fahrt weiter nach Sassari, allerdings ist die Stadt nicht sonderlich sehenswert. Aber es war auch eh schon wieder Zeit fuer den Rueckweg zum Hotel.

Der letzte Ausflugstag war leider etwas verregnet, im Gegensatz zu allen anderen Tagen, an denen wir 25-28 Grad und Sonnenschein hatten. Als erstes steuerten wir Porto Torres an, und beobachteten die grossen Faehren, welche aus Genua oder Marseille kommen. Dann fuhren wir zu unserem eigentlichen Ziel, dem Capo del Falcone. Hier allerdings erwischte uns der Regen dann voll und wir blieben lange im Auto sitzen, um wenigstens mal ein bisschen was von der Nordwestspitze Sardiniens zu sehen, als der Regen nachliess. Danach fuhren wir noch weiter nach Argentiera, eine alte Bergbausiedlung gibt es hier, die gerade renoviert wird, sonst weiter nichts Spannendes. Also Umkehr zum Hotel, aber nicht ohne vorher noch ins Cafe einzukehren.

Nun kam der letzte komplette Tag, und diesen verbrachten wir im Hotel am Pool und am Meer, die Sonne schien noch mal zum Abschluss, und wir schwommen natuerlich im Meerwasser umher. Am spaeten Nachmittag und nach dem Essen war dann Kofferpacken angesagt, da die Checkouttime des Hotels recht frueh angesetzt ist.

So standen wir am Abreisetag auch etwas frueher auf als sonst, genossen nochmals das leckere Fruehstueck, checkten aus und fuhren Richtung Olbia Flughafen. Wir hatten aber noch ein bisschen Zeit, so dass wir uns entschlossen die Costa Smeralda nordwaerts hinauf zu fahren. Einen Golfplatz fanden wir sogar auch noch und schauten uns diesen (leider nur „von aussen“) an. Dann war die Zeit gekommen um zum Flughafen aufzubrechen. Vorher noch tanken, und den Mietwagen abgeben. Einchecken, und auf den Rueckflug warten. Zuhause angekommen gabs dann Pizza, gross kochen wollten wir nicht mehr.

Nun muessen die kurzen Hosen wohl erst mal ne lange Zeit im Schrank bleiben, wir konnten den Sommer um eine Woche verlaengern.

 

pfeil-top

© Susanne Weber 2004 - 2013