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Hier mein Reisebericht des Wochenendtrips:
Unser Wochenendtrip zur norwegischen Hauptstadt ist nun auch schon wieder rum. Knapp drei Tage waren wir dort und haben uns die Stadt etwas naeher betrachtet.
Letzten Freitag Vormittag fuhren wir zum Flughafen und von dort mit der Lufthansa Maschine nach Oslo, besser gesagt Gardermeon, das liegt 50 (!) km ausserhalb von Oslo, ist aber der offizielle Flughafen der Stadt. Nach Ankunft nahmen wir uns den SAS Bus, der in die Stadt fuhr und nahe unseres Hotels seine Endhaltestelle hatte. Also erst mal ins Hotel, eingecheckt und im Supermarkt gegenueber die Grundverpflegung gekauft. Dann zwei 24-h Tickets fuer die Oeffis geholt und mit der Strassenbahn zum Rathaus gefahren, die wohl bekannteste Sehenswuerdigkeit Oslos. Wirklich sehr schon ist hier die Halle und saemtliche frei zugaengliche Innenraeume gestaltet, verziert mit Fresken, Marmor und anderen Gemaelden. Hier findet auch die Nobelpreisverleihung statt. Wir schauten vom Inneren des Rathauses auf den Oslo Fjord und beobachteten wie eines der Costa Kreuzfahrtschiffe den Hafen verliess. Nun wollten wir uns den Hafen selbst betrachten und gingen zu diesen bzw. zu „Akker Brygge“ – ein neu angelegtes Einkaufsviertel direkt am Wasser, entstanden in den Hallen einer alten Werft. Nach ausgiebiger Betrachtung liefen wir von dort aus weiter zur grossen Einkaufsstrasse der Stadt, St.Johanns Gate. Am Ende dessen befindet sich die Touristeninformation welche wir aufsuchten, um zum morgig geplanten Trip zum Holmenkollen noch etwas in Erfahrung zu bringen. Dann machten wir uns so langsam auf zur Futtersuche. Restaurants gibt es viele in Oslo, aber guenstige nicht. 25 Euro fuer ne Pizza muss nun doch nicht sein. Durch einen Zufall fanden wir eine Studentenkneipe die koestliche indische Gerichte zauberte fast schon guenstiger als bei uns in Deutschland. Thomas schwaermt heute noch von deren Reis. ;-) Nach zwei Bier und dem sehr leckeren Essen fuhren wir noch mal zum Rathaus, denn angestrahlt soll es auch sehr schoen aussehen hiess es. Tut es auch! Der Blick lohnte sich. Dafuer bedankten sich unsere Fuesse und alsbald gingen wir zurueck zum Hotel.
Der naechste Tag begann mit einem guten Fruehstueck und viel schönerem Wetter als Tags zuvor. Wir fuhren nun also zum Holmenkollen, dem „Hausberg“ von Oslo auf dem die beruehmte Skisprungschanze steht. Oder sagen wir besser stand, denn derzeit ist sie abgerissen und man baut eine neue für die WM 2011. Aus diesem Grunde wird auch gleich die UBahntrasse zum Holmenkollen komplett erneuert und ab der Endstation der Metro in der Stadt faehrt nun ein Bus den Berg hinauf. Wir kamen damit beim Holmenkollen an und liefen zur (abgerissenen) Schanze. Man sagte uns bei Recherchen zum Urlaub der Blick auf die Stadt waere auch ohne die Schanze sehr schoen, aber irgendwie blieb uns der Blick verwehrt durch die vielen Baeume. Von der Schanze aus, wenn sie denn stehen wuerde, ist der Blick bestimmt phantastisch, aber so? Hm … Also fragte wir im Visitorcenter Holmenkollen nach und erfuhren, wir sollen mit dem Bus bis zur Endstation Frognerseteren fahren. Machten wir dann auch, aber so wirklich gut konnten wir von dort auch nicht schauen, wir waren einfach kleiner als die Bäume. ;-) Aber gelohnt hat sich die Fahrt auf den Berg dennoch, wann sieht man denn eine Schanze im Bau? Und im Visitorcenter gabs Modelle jeglicher bisherigen Schanzen zu sehen. Spannend waere sicherlich noch das Skimuseum gewesen, aber das wurde gleich mit abgerissen. Hinunter in die Stadt ging es dann also wieder per Bus, und mit der Strassenbahn weiter zum Vigelandpark. Ein Skulpturenpark welcher Menschen in ihren Lebenszyklen und Situationen darstellt. Nach ausgiebiger Betrachtung fuhren wir zum Hafen und verpassten gerade so ein Boot zur vorgelagerten Museeumsinsel Bygdoy. Ok, 15 min Warten – das war aber ganz gut so, denn das Boot hatte nicht ausreichend Platz fuer alle anstehenden, und da wir die ersten in der Schlange waren, bekamen wir auch den besten Platz. ;-) So fuhren wir also rueber nach Bygdoy und schauten uns das Fram Museum an. Die Fram ist ein altes Expeditionsschiff zur Erkundung des Polarkreises. Es steht als ganzes im Museum und man kann es komplett besichtigen, von innen und von aussen! Sehr lohnenswert, zumal auch noch viele Exponate der Erkundungstouren ausgestellt sind. Mit dem Schiffchen gings dann wieder zurueck aufs Festland und wir besuchten die Akershus, eine alte Festung aus dem Jahre 1299. Danach gingen wir ins Hotel und dann wieder zu der Studentenkneipe, da das Essen wirklich sehr gut und guenstig war. Nun steuerten wir aber direkt das Hotel an, gingen nicht ueber das Rathaus. Die letzte Nacht in Oslo.
Der letzte Tag begann natürlich auch mit einem Fruehstueck und dann mit dem Auschecken im Hotel. Die Taschen liessen wir natuerlich unter Verwahrung um sie spaeter wieder zu holen. Erstes Ziel war dann das Stadtschloss, wir gingen aber nicht hinein, sondern schauten uns das Gebaeude von aussen an und den Schlosspark. Ein Blick auf die Uhr verriet: wir koennten die Fuehrung durch das Rathaus mitmachen. Ok, gebongt. Also rueber zum Rathaus und an den Meetingpoint. Ausser uns beiden kamen noch zwei deutsche Besucher, groesser war die Gruppe nicht. Macht ja nichts. Also in einer guten Stunde liessen wir uns die Fresken, Gemaelde und sonstigen Einrichtungen erklaeren. Sehr interessant! Da die Boote rueber zur Museumsinsel ja quasi vor der Haustuere liegen entschieden wir uns bei dem schoenen Wetter doch einfach noch mal eine Bootsfahrt zu machen. Daraus wurden gleich zwei Fahrten, weil es uns so gut gefiel mit dem Schiff durch den Oslofjord zu schippern. Nun wurds aber langsam Zeit noch einen Happen Essen aufzutreiben, unser Abendessen sozusagen, denn danach mussten wir ins Hotel die Taschen holen und 5 min Fussweg zum SAS Bus der uns zum Flughafen brachte. Zeitlich wurde es ein wenig eng, da es irgendein Problem mit der Strassenbahn gab, zu laufen waere in der Zeit nicht moeglich gewesen, aber es reichte gerade noch so und wir erreichten den Bus zum Flughafen kurz vor Abfahrt, ziemlich abgehetzt. Der Flug nach Hause verlief soweit unspektakulaer, bis auf die stark angetrunkenen Paxe eine Sitzreihe hinter uns, die kurz davor standen die mitgebrachte Flasche Alkohol abgenommen zu bekommen. Unseren Bus nach Hause ab Flughafen Frankfurt verpassten wir nur knapp, so dass wir fast eine Stunde warten mussten. Egal, Hauptsache unser Kurzurlaub hat Spass gemacht, und das tat er.
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