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Nachdem ich nun das „Leiden“ des Jetlags so langsam hinter mir habe, melde ich mich endlich mal mit meinem Reisebericht ueber unseren Aufenthalt in New York.
Am Samstag vor zwei Wochen ging es recht frueh fuer uns los: um halb sechs war Abfahrt – mit dem Auto nach Duesseldorf Airport. Wir kamen super ohne jeglichen Stau durch und waren innert 1h45 am Flughafen angekommen. Ich checkte ein und gab die gering gefuellten Taschen auf. Nach der Sicherheitskontrolle suchten wir unser Gate und fanden es erst nicht, denn es war noch geschlossen! Wer Flughaefen wie Frankfurt und der gleichen Groessenordnung gewoehnt ist, schaut hier erst mal etwas dumm aus der Waesche. Klein und gemuetlich stellt sich der Duesseldorfer Startpunkt dar. Aber zur grossen Freude fanden wir sogar einen Kickertisch und verbrachten mit eifrigem Kickern die Zeit bis zum Abflug. Grosser Pluspunkt fuer DUS, wo ich doch so gerne und regelmaessig Tischfussball spiele.
Als es dann endlich los ging warteten einige Stunden in der Luft auf uns, bis wir Newark erreichten. Dort angekommen dauerte die Einreise in die USA ueber eine Stunde! *aechz* Dafuer lagen natuerlich die Taschen schon bereit als wir ans Band kamen. Also noch schnell durch den Zoll und ab in den Shuttle zur Newark Liberty Airport Station. Hier stiegen wir in den New Jersey Transportation Zug, der uns nach Manhatten zur Penn Station fuhr. Von dort waren es nur noch 2 Stationen mit der Subway zum Columbus Circel, und somit noch 2 Strassen bis zu unserem Hotel. Dort angekommen ruhten wir uns erst mal etwas aus, um dann loszuziehen und die Umgebung zu erkunden. Wir streiften um die umliegenden Blocks, sahen das Time Warner Center, den Hudson River und den Central Park. Fuers Essen waehlten wir eine Fastfoodkette. Ziemlich ko lagen wir bereits Ortszeit um 21 Uhr im Bett.
Um 7 in der Frueh war Aufstehen angesagt. Gegenueber unseres Hotels gabs ein Fruehstuecksrestaurant, hier waehlten wir unsere geliebten Pancakes. Gut gestaerkt ging es dann gleich zum Rockefeller Center um hier hoch hinauf in den 70. Stock zu fahren – aufs Observation Deck. Dort oben bietet sich ein toller Blick auf den Central Park, das Empire State Building, die Suedspitze von Manhatten und natuerlich auf den Hudson sowie East River. Wir verbrachten eine Stunde ueber den Daechern von New York und trennten uns nur ungerne von dem schoenen Blick. Aber wir wollten bald wieder kommen! Bereits am Abend, zum Sonnenuntergang, denn wir hatten ein Doppelticket, so dass wir die Stadt bei Nacht von oben sehen konnten. Wieder unten angekommen fuhren wir mit der Subway zur City Hall. Von hier kann man direkt auf und somit ueber die Brooklyn Bridge laufen. Ca. 2km ist sie lang. Am Ende angekommen drehten wir zu Fuss um und erreichten am Ende wieder die City Hall. Erst mal einen Hot Dog fassen, wenn wir schon mal in NYC sind, und hinterher einen leckeren Kaffee - geeist. Und weiter zum Ground Zero. Ich hatte mir das Loch welches durch 9/11 entstanden ist etwas groesser vorgestellt, trotzdem natuerlich zog mich dieser Ort traurig in seinen Bann. Schlimm fand ich die fliegenden Haendler, die sogar Bilder vom Einstuerzen des WTC verkaufen wollten! Nicht mit mir! Inzwischen ist der Ground Zero zu einer riesigen Baustelle mutiert, auf der der Freedom Tower entstehen wird. Von hier aus gings in den Battery Park um mit der Staten Island Ferry an der Freiheitsstatue vorbei zu fahren. Ein Besuch von Liberty Island sparten wir uns, denn mein Traum seit dem Englischunterricht in der Schule, mal auf die Krone der alten Dame zu steigen ist jaeh zerplatz als ich bei Recherchen fuer die Urlaubsvorbereitungen feststelle musste, dass diese fuer Besucher seit 9/11 gesperrt ist … Ich denke, die Sicht auf die Statue von der Faehre aus ist besser als auf der Insel selbst. Nach der Rueckfahrt zogen wir weiter zur Wall Street um die Boerse zumindest von aussen zu betrachten. Danach gings erst mal wieder ins Hotel. Ein wenig Ruhe und dann wieder los ins Getuemmel. Wieder direkt zum Rockefeller Center um die Aussicht bei Nacht zu geniessen. Leider wollte der Sonnenuntergang nicht so richtig durch die inzwischen aufgezogenen Wolken durchbrechen, so dass wir „nur“ die Daemmerung bis schliesslich zur dunklen Nacht in New York von oben sehen konnten. Nun knurrte bereits der Magen recht heftig und wir suchten uns ein Restaurant in der Naehe des Broadways, um ein leckeres Steak und ein Budweiser zu verschlingen. Mit gefuelltem Magen ging es dann zu Fuss zum Times Square. Riesige Videowaende mit bunt schillernden Werbungen haengen hier an jedem Haus und verwandeln die Strasse in ein riesiges Kino. Nun vollends ko vom vielen Laufen zogen wir muede ins Hotel.
Wiederum um 7 Uhr zog uns der Wecker aus dem Hotelbett. Draussen erwartete uns ein unangenehmes Wetter mit heftigem Wind und Regen. Wir waehlten diesmal zum Fruehstueck Beagles und Kaffee, in einer Baeckerei um die Ecke unserer Unterkunft. Und wieder ab in die Subway. Erstes Ziel: das groesste Kaufhaus der Welt: Macys. Fuer Thomas sein Elektronikherz fuhren wir als naechstes zu einem grossen Elektronikladen in der Naehe der City Hall. Da es hier ja in der Naehe einen leckeren Kaffee gab, holten wir uns wieder einen, diesmal aber heiss, denn noch war das Wetter immer noch nicht so toll. Sonst haetten wir auch keine Shoppingrunde gedreht, es gibt ja genug zu sehen in dieser Stadt. Interessant war auch der Apple Shop in den wir einfielen. Wir schauten in der Naehe der Wall Street nach Haendlern, die Souvenir Shirts anboten, jedoch selbst die hatten bei dem Wetter keine Lust ihre Staende aufzubauen. Also noch in ein Souvenigeschaeft am Times Square um hier ein Shirt der NYPD zu bekommen. ;-) Da die Auswahl fuer Thomas seine langen Beine bei Macys nicht von Erfolg gekroent war, schauten wir noch mal in einen grossen Jeansladen in der Naehe unseres Hotels nach etwas passendem fuer ihn, aber auch leider hier erfolglos. Nach der Shoppingrunde gings noch mal an der Grand Central Station vorbei, die von innen sehr schoen aufgebaut ist. Hier verbrachten wir einige Zeit, und schauten uns das Gewusel an, wie es die New Yorker im Griff haben ohne Zusammenstoesse kreuz und quer durchs Gebaeude zu rennen. Spaeter fuhren wir ins Hotel zurueck und suchten uns nach einer Pause in der Naehe ein nettes Restaurant aus. Die Portionen: riesig! Das Essen: sehr lecker! Der Preis: moderat! Der Kellner: Grieche und hoch erfreut Gaeste aus Europa zu haben. Nach dem der Magen stark gefuellt war, gingen wir zu Fuss zum Times Square, um unseren obligatorischen Verdauungsspaziergang an eine lebhafte Stelle durchzufuehren. Zu spaeter Stunde kehrten wir in unsere Betten.
Dennoch war wieder fruehes Aufstehen bereits um 7 Uhr angesagt, denn diesmal wollten wir gleich morgens auf das Empire State Building. Da hier die Warteschlangen immer sehr lang sind, brachen wir gleich nach dem Fruehstueck (wieder leckere Beagles) auf und konnten innert einer viertel Stunde auf der Aussichtsplattform vom ESB stehen! Richtung Sueden bot sich hier natuerlich ein aehnlicher Blick wie vom Rockefeller Center, nach Norden thronte nun das Rockefeller selbst im Bild, und verschlang den Central Park fast voellig. Fazit: Ein Besuch des ESB ist schoen, das Rockefeller selbst bietet meiner Meinung nach die schoenere Aussicht. Aber am besten beides! ;-) Nach dem Plattformaufenthalt wandelten wir noch ein wenig um das Gebaeude herum, bis wir dann schliesslich in die Subway stiegen, um nach Chinatown bzw. Little Italy zu fahren. Ich fand es dort sehr lustig, selbst die Parkuhren und Laternenpfahle waren in den Farben der italienischen Flagge angemalt. ;-) In Chinatown lagen all die „Leckereien“ zum Verkauf offen auf den Staenden, vom kleinen Krabbeltier bis zum grossen Krebs war alles da. *schauder* Nun taten mir langsam so richtig die Fuesse weh und wir beschlossen uns auszuruhen. Hierfuer bot sich das Restaurant „Katz Delicatessen“. Es ist bestimmt fast jedem ein Begriff, denn hier wurde der Film „Harry und Sally“ gedreht, und zwar die beruehmte Szene im Restaurant … Ich habe es sogar geschafft, den gleichen Tisch zu ergattern, an dem die beiden sassen! Hier assen wir dann Sandwiches, sehr lecker! Weitere Ausfuehrungen hierzu muss ich leider zensieren. ;-))) Danach gingen wir erst mal wieder ins Hotel, ruhten kurz aus und machten uns wieder auf den Weg. Kurz bei ner Kaffeekette vorbei und unseren geeisten Kaffee geholt, um damit gemuetlich durch den Central Park zu schlendern. Aus unserer anfaenglich gedachten kurzen Durchstreifung des Parks wurde eine halbe Wanderung! Wir gingen den Park einmal komplett von unten nach oben durch und entdeckten immer wieder neue Ecken in dieser ruhigen Oase mitten in der Stadt. Am Ende angekommen stiegen wir in die Subway, aber bereits nach wenigen Stationen wieder aus, um am Naturkundemuseum vorbei zu schauen. Leider hatte dieses geschlossen (sowie das Skyscraper Museum ebenfalls, welches wir eigentlich mal besuchen wollten). Also liefen wir wieder in den Park und kamen dabei am Rande an dem Haus vorbei, in dem John Lennon gewohnt hat, und dort auch erschossen wurde. Nachdem wir schlussendlich wieder in der 60. Strasse, also am suedlichen Punkt des Central Parks waren, gingen wir direkt wieder zu dem Restaurant mit dem griechischen Kellner. Auch diesmal war das Essen wieder sehr lecker und reichhaltig. Der Abendspaziergang fiel aus, die Fuesse kochten eh schon und packen mussten wir auch noch, denn am naechsten Tag war schon wieder Abreise …
7 Uhr war einfach DIE Zeit zum Aufstehen in NYC! Es erwies sich als praktisch und somit gings auch am letzten Tag wieder zur selben Zeit aus den Federn. Wir assen wieder Pancakes um die Ecke, holten das Gepaeck, checkten aus und fuhren mit dem Bus nur wenige Stationen zum Bus Authority Terminal. Ein riesiges Gebaeude mit zig Gates fuer Busse in alle Richtungen! Wir erwischten grad noch so den Bus nach New Jersey, und stiegen an der Garden Outlet Mall aus. Gleich die Tokens geholt fuer den Shuttelbus zum Aiport Newark, der grad mal ein paar Minuten entfernt ist. Und dann gemuetlich geshoppt! Wir kauften die Laeden leer (mein Buegeleisen bedankt sich!) und stopften die Taschen voll, denn hier war es wirklich guenstig. Zum Ausruhen noch mal einen Kaffee, um mit dem Shuttlebus zum Flughafen zu fahren. Eingecheckt und ins naechste Fastfoodrestaurant, denn bis wir im Flieger was zu Essen bekommen kann dauern … Die Maschine stand parat, es wurde auch schnell und puenktlich geboardet. Der Pushback vom Gate erfolgte auch im Zeitplan, dann jedoch standen wir Schlange beim Taxen. Bis wir endlich abheben konnten vergingen 30 min seit dem Pushback. L Aber mit nur 5 min Verspaetungen landeten wir in Duesseldorf. Das Gepaeck hatten wir auch recht schnell. Ab zum Auto und auf die A3. Um Koeln rum wurde es natuerlich wegen dem morgendlichen Berufsverkehr etwas dick, aber wir kamen noch recht gut durch.
Wenn der Freedom Tower steht (geplant 2012) wollen wir die Megacity nochmals besuchen, aber bis dahin gibt es noch genugend andere Ziele. Als naechstes stehen jeweils kurz hintereinander drei Staedtereisen nach Helsinki, Prag und Budapest an, sowie ein Wochenende im Piemont.
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