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Und hier mein Reisebericht zu dem einwöchigen Aufenthalt auf der portugiesischen Insel:
Es ist ja nun bereits ueber eine Woche her, als der Flieger aus Madeira wieder in Frankfurt landete. Es liegt eine Woche schoenstes Wetter und Naturerlebnisse dahinter.
Am Ankunftstag ging es nach Abholung des Mietwagens am Flughafen erst mal ins Hotel, welches wirklich sehr schoen ist, wenn auch an einer Hauptstrasse gelegen, aber man hoerte hiervon eigentlich nicht viel. Das Hotel selbst ist in einem Botanischen Garten integriert und bildet mit einem weiteren Hotel der Gruppe eine Anlage, in der man alles nutzen kann, was beide Hotels anbieten. Das Fruehstueck und Abendessen werden z.B. im anderen Hotel eingenommen. Um den fehlenden Schlaf nachzuholen, erst mal eine kleine Pause nach Bezug des Zimmers. Danach gings dann gleich mal in die Innenstadt von Funchal, und durch Zufall auch in die Markthalle, welche ein Erlebnis ist. Hier werden die verschiedensten Fruechte und Blumensorten angeboten, und ebenso Fisch. Hier kann man sogar zusehen wie diese ausgenommen und zerlegt werden. Eine spezielle Fischsorte (schwarzer Degenfisch - ein Tiefseefisch), den es nur bei Madeira (und in Japan) gibt, wird hier u.a. verkauft. Nach dem ersten Eindruck noch schnell was zu Trinken besorgt und wieder ab ins Hotel und an den Pool.
Der zweite Tag fuehrte mit dem Auto um die halbe Insel (Nord-West-Seite). In der Inselmitte gibt es ein Hochplateau (Paul de Serra), auf dem sogar Kuehe zu finden sind. Einige der Levadas (Wassergraeben aus dem 15. Jahrhundert) finden hier ihren Ursprung.
Der dritte Tag war ebenfalls eine Autotour - ins Nonnental angesagt. Sehr schoen gelegen in einem Talkessel, und es ist der tiefgelegenste Ort auf der Insel. Danach zum hoechsten Berg Madeiras. Leider ist Madeira, zumindest in den hoeheren Lagen sehr oft wolkenverhangen, und so bot sich leider kein Blick ins Nonnental, den man von hier oben haben sollte. :-( Eigentlich sah man sogar fast gar nichts, ausser den eigenen Fuessen. Tja, schade, aber wenigstens dort gewesen! ;-) Auf dem Rueckweg ins Hotel schnell mal an der Tauchbasis vorbei, lag eh auf dem Weg und angemeldet fuer den naechsten Tag. Danach, ab in den Pool.
Der vierte Tag war der Tauchtag. Als endlich alle Taucher da waren wurden die Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe (die Erfahreneren) musste sich schon sehr wundern, als eine der uns zugeteilten Taucherinnen noch nicht mal die Handzeichen verstand und geben konnte. Nach einer Aufklaerung dieser gings ab ins Wasser und hier kam die naechste Ueberraschung. Die genannte Taucherin kam nicht runter. Warten auf 5 m ... *schnarch* Ich frage mich, wo sie ihren Schein gemacht hat und die angeblich "vielen" Tauchgaenge gemeistert haben soll. *kopfschuettel* Nunja, sie wurde dann zu den Unerfahrenen gesteckt und wir konnten endlich lostauchen. Unser Guide fuehrte uns dann rund um einen Lavafinger, in dem so einige Meeresbewohner zu finden sind. Der zweite Tauchgang war leider anfangs etwas anstrengend, da wir gegen die Stroemung kaempfen mussten. Also umkehren und in die andere Richtung tauchen - war dann angenehmer. Danach gings dann nicht mehr in den Pool. Der Wasserbedarf fuer diesen Tag war gedeckt. :-)
Der fuenfte Tag musste auf Grund des vorhergehenden Tauchgang in niedrigen Ebenen stattfinden (sonst droht ggf. noch nachtraeglich ein Tauchunfall). Also ab an die oestlichste Spitze Madeiras. Hier kann man schoen wandern auf einem Lavafeld. Also Wanderschuhe angezogen und los. Leider vergass ich die Sonnencreme im Hals und Nackenbereich aufzutragen, was ich nach ca. 1 h bemerkte - leider zu spaet. Die ausgewiesenen 2,5 h Wanderung bezogen sich auch noch leider nur in die eine Richtung um an das Ende zu kommen. Also waren es schlussendlich benoetigte 4 h in der prallen Sonne. Meine nicht eingecremten Stellen dankten es mir sofort mit heftigen Schmerzen. Sonnenbrand feinster Sorte! *aua* Dennoch hat es sich gelohnt und der Ausblick war traumhaft. U.a. auf die Desertas, eine unbewohnte Inselgruppe suedlich von Madeira. Sie bestehen nur aus Wueste, daher auch der Name. Ebenso konnte man von hier gut auf den Flughafen und die Lande-Start-Bahn schauen, welche schon sehr abenteuerlich aussieht. Diese wurde erst vor ein paar Jahren verlaengert und mit Stelzen ins Meer gebaut. Zuvor waren hier die Landungen und Starts das reinste Abenteuer ...
Am sechsten Tag ging es mit der Seilbahn von Funchal in den Ort Monte. Von hier starten die Korbschlitten. Da die Preise hierfuer aber doch recht hoch sind und Sonntags nur kurz gefahren wird, standen diese bei diesem Aufenthalt nicht an der Tagesordnung. Stattdessen gings in den Tropischen Garten. Hier findet man alle moeglichen Pflanzen, schoen angelegt, uva. im Schatten, was meinem Sonnenbrand doch sehr gut tat. Zurueck gings auch wieder mit der Seilbahn, hoch ueber Funchal mit tollem Blick auf die Stadt, den Hafen und das Meer.
Am siebten Tag war wieder Wandern angesagt. Also wieder die Wanderschuhe hervorgeholt und noch einmal auf das Hochplateau. Von dort geht es in das Dorf Rabacal, welches ueber eine abenteuerliche Strasse 2 km kurvig bergab zu erreichen ist. Inzwischen aber nicht mehr mit dem Auto, sondern zu Fuss. Oder man nimmt den Shuttelbus, was auf jeden Fall angenehmer ist, und startet dann die Tour in Rabacal zu dem Risco Wasserfall und wieder zurueck, jeweils vorbei an einer Levada. Am Endpunkt wieder angekommen kann man dann wieder eine Levadawanderung machen, die weitaus anstrengender und gefaehrlicher ist, da hier teilweise nur enge Wege zu finden sind und zudem noch steile Abhaenge lauern. Nichts desto trotz ging es diesen Weg entlang zu "25 Fontes". Hier kommen (kamen) 25 Quellen zusammen und plaetschern in einen kleinen See. Die Wegstrecke dorthin ist wirklich ein Erlebnis und schoen anzusehen. So habe ich mir eine Levadawanderung immer vorgestellt und wurde nicht enttaeuscht. Kurz danach zogen wieder Wolken auf - es hat also auch mit dem Wetter gerade so gepasst.
Am letzten Tag, welcher auch der Abreisetag war, stand noch mal Funchal auf dem Programm. Diesmal etwas intensiver als am Anreisetag und ausgiebigen Betrachten der Fischschlachterei in der Markthalle. *schauder* Leider war die Kathedrale wieder zu, aber Funchal bietet noch ein paar andere nette Dinge zum Betrachten. Danach gings dann wieder ins Hotel fuer die letzten Fotos, umziehen und Auto holen. Ab zum Flughafen und einchecken.
Ciao Madeira, es war schoen!
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