|
Und hier mein Reisebericht dieser Urlaubswoche auf der kanarischen Insel:
Hola,
am Mittwoch sind wir von unserem Trip nach Gran Canaria zurückgekommen, wenn auch mit einer Stunde Verspätung. Dies lag u.a. am schlechten Wetter, welches auf Teneriffa - unserem Zwischenstopziel - herrschte. Der Pilot hatte die Landebahn übersehen und musste noch mal eine Schleife drehen ... (kein Scherz, das Landesystem des Flughafens ist derzeit ausser Betrieb, seit einem halben Jahr ca., und so fliegen die Piloten derzeit auf Sicht). Das schlechte Wetter auf Teneriffa zog übrigens über die gesamten kanarischen Inseln und es gab sogar Sturmwarnung. Wir machten uns also rechtzeitig aus dem Staub. ;-) Überhaupt hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück wie erhofft. Am Ankunftstag war es recht kühl. Die folgenden Tage begannen meist stark bewölkt, lockerten dann aber auf und die Sonne kam raus. Wir waren 3 mal im Pool des Hotels, oder besser gesagt in mehreren Pools, das Hotel hat ja gleich ne ganze Menge davon und die auch noch sehr schön angelegt in einer tollen Garten und Palmenlandschaft. Es kostete uns allerdings jedes Mal sehr viel Überwindung in das eisige Wasser zu steigen. Ins Meer sind wir nicht gegangen zum Baden, nur für 2 Tauchgänge. Die waren kalt genug! *bibber* Ausser Tauchen haben wir natürlich auch noch andere Dinge unternommen.
Am ersten Tag fuhren wir nach Puerto de Mogan, ein kleines Dörfchen, welches vor ca. 25 Jahren im andalusischen Stil angelegt wurde. Der Weg dorthin führte uns an Puerto Rico vorbei. Eine Ferienstadt, die nur aus hässlichen Hotelbunkern besteht. Grauenhaft! Ich war erst mal ziemlich geschockt, aber sah schnell, dass es auch noch sehr schöne Ecken auf dieser Insel gibt und speziell Puerto Rico und Playa del Ingles die (negativen) Ausnahmen sind. Von Puerto de Mogan wollten wir eigentlich in die Berge. Unser Weg wurde aber gebremst von einer gesperrten Strasse, da es am Hang einen Erdrutsch gab und wir somit die Strasse nicht passieren konnten. Es gab keine Ausweichmöglichkeit, also kompletter Weg wieder zurück.
Der zweite Tag führte uns nach Las Palmas, der Hauptstadt der Insel. Denn an diesem Tag ankerte die AIDAblu im Hafen von Las Palmas, also jenes Schiff mit dem wir im Herbst 2005 die Kreuzfahrt machten, und das wollten wir uns nicht entgehen lassen, sie noch einmal zu sehen (wird 2007 verkauft). Die Stadt selbst haben wir uns dann natürlich auch noch angesehen. Hier gab es den Stadtstrand zu sehen, welchen man fast mit der Copacabana vergleichen könnte. Deshalb wird Las Palmas auch als das Rio Europas bezeichnet. Ausserdem natürlich noch die Altstadt. Hier stiegen wir auf den Turm der Kathedrale und hatten einen schönen Blick über die Stadt, und wiederum auf die AIDA! ;-)
Tag 3 verbrachten wir in den Dünen von Maspalomas. Da unser Hotel direkt am Leuchtturm von Maspalomas stand, und die Dünen hinter dem Leuchtturm beginnen konnten wir also direkt in die Duenen laufen. Feiner Sahara Wüstensand vermischt mit zu Staub gemahlenen Korallen- und Muschelresten bieten hier eine sagenhaft schöne Landschaft und man meint, in der Wüste zu sein. Ganz schön anstrengend die steilen Sandhänge hinauf zu gehen, wobei man hier eher von hochgraben reden müsste. Man versinkt ja regelrecht im Sand. In einem Tal konnten wir uns in die Sonne legen und ein bisschen braten lassen. Zurück ging es dann über den langen Strand.
Am vierten Tag fuhren wir zum Roque Nublo. Eine Steinformation, die sich aus Lava gebildet hat. Interessant anzuschauen. Noch interessanter war allerdings die Aussicht auf eine gute Aussicht von diesem recht hoch gelegenen Punkt auf der Insel. Denn bei guter Sicht kann man vom Roque Nublo aus die Nachbarinsel Teneriffa mit dem Vulkan Teide erkennen. Der Aufstieg zum Roque Nublo war allerdings sehr beschwerlich. Es ging ca. 45 min einen unbefestigten Weg steil bergauf. Aber es hat sich gelohnt! Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Wolken lagen unter uns und wir hatten freie Sicht auf den Teide, welcher derzeit eine Schneehaube trägt. Weiter ging es dann zum höchsten Punkt Gran Canarias, von dem aus man ebenfalls bei guter Sicht auf Teneriffa blicken kann und auf den Roque Noble. In Zusammenhang mit den tiefen Wolken ein genialer Blick!
Den Tag danach hatten wir fürs Tauchen reserviert. Die Tauchbasis war sehr gut und machte einen guten Eindruck. Als Tauchplatz für beide Tauchgänge wurde das Gebiet „El Cabron“ ausgesucht – ein schöner Spot mit vielen (bunten) Fischen. Gesehen haben wir u.a. einen Engelshai. Bisher ist mir ein solcher noch nie begegnet.
Der letzte komplette Tag zog uns noch mal in die Berge. Da im Moment Mandelblütenzeit ist sahen die Hänge zum Teil sehr interessant aus mit den blühenden Bäumen. Unsere Fahrt ging vom Hotel ins Inselinnere und ostwärts wieder Richtung Küste. So kamen wir ein letztes Mal auch an Playa del Ingles vorbei und suchten noch eines der „grossen“ Einkaufszentren auf.
Tja, und somit war der Urlaub vorbei. Am nächsten Tag fuhren wir dann mit unserem Leihwagen zum Flughafen und checkten ein. Zuerst wollte uns der Kerl am Schalter noch 50 Euro für das Übergepäck abknöpfen, wir machten ihm aber klar, dass bei Condor Sportgepäck bis 30 kg frei ist, was er aber erst glaubte, als seine Kollegin ihm das bestätigte. Hier gings dann schon mit Verspätung los und diese war dann mit der Schleife über Teneriffa nicht mehr aufzuholen.
Alles in allem also ein toller Urlaub. Das Hotel kann ich nur weiter empfehlen, falls jemand mal diese Insel aufsuchen will. Es ist, wie wir inzwischen erfuhren, das grösste Hotel Westeuropas (Bettenanzahl), aber es wirkt nicht wie ein Kasten.
Übrigens traf ich in diesem Urlaub wieder ein mir bekanntes Gesicht – unser Vermieter verbrachte seinen Urlaub zur gleichen Zeit im gleichen Hotel. ;-)
So, das wars von der kanarischen Insel, der nächste Urlaub geht nach Madeira im Mai.
Adios, Susi.
|