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Canada 97 + 98

 

Das erste mal waren wir 1997 in Canada. Genauer gesagt in der Provinz Ontario. Dort machten wir eine Rundreise. Wir blieben ca. eine Woche in einer Cottage, um von dort aus eine Kanutour durch den Algonquin National Park zu machen. Sehr anstrengend, aber auch sehr schön in der freien Natur die Bären, Eichhörnchen, Elche und Wölfe um sich zu haben. Wenn man sich richtig verhält kann einem dabei auch nichts passieren, und wird von den wilden Tieren nicht angegriffen.

 

Der zweite Canada Aufenthalt im Jahre 1998 ging leider nur eine Woche, da wir eigentlich in die Sonne wollten (es war zwischen den Jahren). Doch bekamen wir leider nichts, was uns zusagte, also entschieden wir uns für die Kälte in Canada. Wir hatten dort bis zu -30 Grad Celsius. Aber es war schön, die Niagara Fälle zum Teil eingefroren zu sehen.

 

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Fritz vor der Skyline von Toronto mit dem CN Tower - über 500 m hoch!

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Die Old City Hall spiegelt sich im modernen Glasbau.

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Die Niagara Fälle. Sehr “berauschend” !

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Die Cottage von Fritz im Algonquin Park. Sie wurde “YDON`TYA” getauft. Um dort hinzukommen, muss man erst mal 20 min mit dem Auto in den Wald reinfahren. Grenzenlose Einsamkeit und Stille. Mit Ausnahmen der Tiere, die hier ebenfalls ihr Zuhause haben.

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Ein alter Mercury, der vor der Cottage steht. Fritz musste ihn leider vor Jahren mal dort stehen lassen, da er nicht mehr lief. Nun ist es “Pflicht” für jeden Gast der die Cottage besucht, ein Foto mit diesem Mercury zu machen, welches hinterher in der Cottage aufgehängt wird.

Grundstueck

Die Einfahrt zu Fritz Grundstück und somit nach ca. 1km der Weg zur Cottage.

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Der See, welcher zu Fritz Grundstück gehört. Von der Cottage nur ein paar Meter entfernt.

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Streifenhörnchen. Immer wieder oft gesehen. Teilweise sehr zutraulich, aber auch frech. Manchmal mussten wir mit ihnen um unser Essen streiten!

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Unsere Kanutour durch den Algonquin Park. Gesichert mit einer Schwimmweste - sonst nichts. Die Verpflegung, Kleider, Schlafsäcke, Zelt usw. wurde alles mit ins Kanu genommen. Wären wir gekentert, hätten wir ein ziemliches Problem bekommen. Dies passierte uns zum Glück aber nicht.

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Alles was wir brauchten hatten wir in zwei Rucksäcken verteilt. Den schweren davon hatte ich, den leichteren Thomas, da er zusätzlich noch das Kanu tragen musste, wenn wir zwischen den Seen und Flüssen über Stock und Stein, teilweise bis zu 3 km lang, sogenannte Portages nehmen mussten.

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Dies ist eine solche Portage, allerdings noch harmlos. Manches mal ging es nur über notdürftig befestigte Wege oder schmale Holzstämme. Und das alles mit dem schweren Gepäck.

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Nach einer Woche und 6 kg Gewichtsverlust waren wir aber doch froh, dem Urwald wieder heil entkommen zu sein. Es war sehr schön, und man weiss nun, zu was man selbst fähig ist.

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Und hier noch der beste Hamburger Grill zwischen Toronto und dem Algonquin Park: Webers! *ggg* Und es gibt ihn immer noch! Bild unten: aufgenommen im September 2005.

Barrie

Für Wohnmobiltouren durch Kanada empfiehlt sich ein Bilck auf: Wohnmobil in Kanada

Ab hier die Bilder vom zweiten Aufenthalt.

Toronto 1

Toronto im Sonnenaufgang.

Toronto 4

Wieder der CN Tower. Nebenan das Sky Dome Stadion.

Toronto2

Bei -30 Grad ausserhalb von Toronto.

Toronto 3

So sah unser Leihwagen nach einer Woche Schnee und Eis aus.

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Und so sah er vorher aus. Hier vor einem Motel.

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Und das sind die Niagara Fälle nun schon zum Teil vereist, wie man auf den Steinen gut sehen kann.

Montreal

Skyline von Montreal.

Reisebericht:

Im August 1997 flogen wir von Hannover aus via Amsterdam mit einer holländischen Fluggesellschaft nach Toronto. In Toronto angekommen holten wir unseren Mietwagen ab und fuhren in unser vorab gebuchtes Hotel. Insgesamt hielten wir uns 3 Tage in Toronto auf, mit einem Tagesausflug an die Niagarafälle, bevor es dann weiterging Richtung Kingston. Hier machten wir eine Schifffahrt zu den berühmten „Thousend Islands“. Ausserdem besuchten wir ein altes Fort. Das Fort Henry. Es ging den St. Lorenz Strom entlang weiter nach Quebeque (die Stadt im Staat). Ein viel quierligeres Nachtleben als in Ontario erwartete uns hier, ist es doch erlaubt auch in der Oeffentlichkeit Alkohol zu trinken, und somit auch in den Bars, die ihre Tische und Stühle draussen stehen haben. Von hier aus fuhren wir weiter nach Ottawa – Canadas Hauptstadt. Wir besuchten das Parlament und die Innenstadt. Eine wirklich schoene Stadt, die einige schöne Plätze bietet.

Von dort ging es weiter zum Algonquin Park. Ein geschüzter Nationalpark. Hier haben wir eine Cottage (Wochenendhaus) stehen mitten in der ruhigen Landschaft. Kein Lärm weit und breit, einfach nichts! Ausser den wilden Tieren hört man hier nur sich selbst. Die Cottage liegt an einem See, der zum Grundstück gehört und hier übten wir für unsere 6 tägige Kanutour die uns bevor stand. Als es dann endlich losging, registrierten wir uns in der Parkverwaltung, gaben unsere geplante Route an, nannten unsere Zeltfarbe und erhielten einen Plastikbeutel, den wir nach Beendigung der Tour wieder mitbringen mussten, den hier hinein gehoerte der Abfall. Ausgerüstet mit einem Zelt, zwei Schlafsäcken, Isomatten, genügend Essen, einer Kanukarte für die Seelandschaft, und natürlich einem Kanu samt Schwimmwesten ging es ab aufs Wasser. Einstieg war der Canoe Lake. Schon nachdem wir den See durchquerten erschwerte uns eine „Portage“ das Weiterkommen. Es sollten noch viele dieser „Verbindungen“ zwischen den jeweiligen Seen kommen und uns bis an unsere Grenzen bringen. Sind doch diese Portages nichts weiter als ein Abschnitt zwischen zwei Seen, die meist über Stock und Stein führen und nicht einmal befestigte Wege sind. Sehr abenteuerlich! Vor allem mit dem ganzen Gepäck und zusätzlich dem Kanu, welches wir tragen mussten. In 6 Tagen ging es über den Joe Lake, Little Joe Lake, Burnt Island Lake, Otterslide Lake, Big Trout Lake (hier hatten wir so starken Sturm, dass wir jeweils an der Küste entlang fahren mussten, da wir sonst gekentert waeren), White Trout Lake, McIntosh Lake, Ink Lake (und von dort hatten wir die grösste Portage mit 2380 m) zum Tom Thomson Lake, Littledoe Lake, Tepee Lake, und wieder durch den Joe Lake zum Canoe Lake. Insgesamt ca. 70 km mit vielen Naturerlebnissen wie Bären, Wölfe, Enten, Streifenhörnchen und Mäusen. Interessant war auch das Verhalten der Tiere, je tiefer wir in den Urwald vordrangen. Sie wurden immer zutraulicher und hatten keinerlei Angst, wurden sogar frech und wollten sich das Essen mit uns teilen. Hier waren wir jedoch eisern, ging es doch ums Überleben. Einen unangenehmen Zusammenstoss gab es allerdings mit Erdwespen. Wir hatten sie leider unbewusst aufgescheucht und diese wehrten sich natürlich. Mit dem Erfolg, dass sie mir die Beine von oben bis unten zerstachen und ich nur ganz knapp einem toxischen Schock entkommen bin. Das nächste Mal wird Gegengift mitgenommen! Der Park ist ansonsten wirklich empfehlenswert, aber man sollte schon einer gewissen Kondition entsprechen, geht doch das Paddeln stark auf die Knochen. Nach der Tour hatte ich 6 kg Gewicht verloren, welches aber wieder sehr schnell drauf war, denn eine Fastfoodkette lockte mich doch sehr, nach dem auspowernden Trip durch die Wildnis!

Wir verbrachten nachdem noch eine weitere Woche in der Cottage und fuhren dann weiter nach Barrie und Midland am Georgian Bay gelegen. Von dort ging es nach Collingwood. Am nächsten Tag fuhren wir durch Hanover, wollten wir uns doch den Spass erlauben mal die ganzen deutschen Staedtenamen abzuklappern. Weiter ging es dann an den Huron Lake, nach Kincardine. Von dort fuhren wir die Küste des Huron Lakes entlang bis wir nach Oil Springs kamen. Hier besuchten wir am nächsten Tag das Ölmuseum. In Oil Springs wurde die erste kommerzielle Ölquelle Canadas betrieben. Das Museum war wirklich sehr interessant anzusehen. Wir entschlossen uns, in die USA zu fahren und betraten den Staat Michigan bei Sarnia und fuhren auf dem Highway nach Detroit. Hier schauten wir uns die 4 Türme von GM an (es befindet sich in diesen ein Einkaufszentrum), und erkundeten noch ein wenig die Stadt. Aber es gefiel uns dort nicht sonderlich gut, so dass wir bald schon wieder die Grenze befuhren um wieder nach Canada zu gelangen. Von Windsor aus Detroit zu betrachten sah viel schöner aus! Wir fuhren dann nach London und nach Kitchner (Berlin). Nach einer weiteren Nacht  in der Nähe Berlins - in Paris – ging es zurück nach Toronto. Hier suchten wir uns wiederum ein Hotel und fuhren am nächsten Tag zum Flughafen, und unser Urlaub war vorbei. 3,5 Wochen einen “amerikanischen” Traum gelebt ...

 


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© Susanne Weber 2004 - 2013